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Seit 2019 gehört die Montanregion Erzgebirge zum UNESCO-Welterbe. Eine der Standorte des Welterbes ist die Bergbaulandschaft von Graupen (Krupka) auf der böhmischen Seite des Osterzgebirges.

Bei der Exkursion soll es aber nicht nur um den Bergbau und seine Spuren, sondern auch um das reiche kulturelle Erbe dieser Landschaft gehen. In Graupen und Umgebung kann man die deutsch-böhmische Geschichte wie in einem Mikrokosmos erleben. Anhand von Landschaften und Bauwerken lässt sich nachzeichnen, wovon die Menschen vergangener Jahrhunderte gelebt, was sie gedacht und geglaubt haben. Die Bergbaugeschichte wird im Besucherbergwerk Stollen Alter Martin verdeutlicht. Der Zinnbergbau begann hier im 14. Jahrhundert und wurde 1922 eingestellt. Über dem Ortskern in einem engen Seitental thront die Burgruine Graupen, die von der frühen Herrschaftsgeschichte kündet. Die Stadtkirche Mariä Himmelfahrt ist ein eindrucksvolles Zeugnis spätgotischer Baukunst. Im 16. Jahrhundert trat die - bis 1945 ausschließlich deutschsprachige - Bevölkerung wie in Sachsen zum evangelischen Glauben über. Daran erinnert die Kirche St. Anna mit einem lebensgroßen Wandbild Martin Luthers. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 wurde in Böhmen eine teils gewaltsame Gegenreformation durchgeführt. An der Rekatholisierung hatten die Jesuiten großen Anteil. Sie betreuten die Wallfahrtskirche Mariaschein (Bohodudov). Der monumentale barocke Anlage mit Kirche, Konvent und umlaufenden Kreuzgang kündet noch heute von der reichen katholischen Frömmigkeit Böhmens. Der Tag klingt aus mit einer Besichtigung der Zisterzienser-Klosterkirche Ossegg (Osek). Der gotische Kreuzgang weist zahlreiche baugeschichtliche Details auf, die sich mit dem Meißner Dom vergleichen lassen.

Der naturkundliche Höhepunkt der Reise ist die Fahrt auf den über Graupen thronenden Mückenberg. Dort erhebt sich das Mückentürmchen, ein beliebtes Ausflugsziel im Osterzgebirge. Stadtgebiet und Mückentürmchen sind durch einen Sessellift verbunden. Die Bergfahrt von der Talstation zum Mückentürmchen mit spektakulärem Ausblick in die Bergwelt ist Teil der Exkursion. Wer sich eine Fahrt im offenen, aber sicheren Sessellift nicht zutraut, kann die Fahrt auf den Berg auch im Bus unternehmen.

Bei der Reise ist eine gewisse Kondition erforderlich. Aufgrund der engen Tallage kann der Bus nur an wenigen Stellen halten. Daher müssen wir uns die interessanten Orte zu Fuß erschließen. So sind die Burg Graupen und die Kirche St. Anna nur durch einen Fußweg von jeweils 500 Meter, zum Teil mit Anstieg, zu erreichen. Die Strecke, die wir im Besucherbergwerk zurücklegen, beträgt rund 1.000 Meter. Der Bus kann nicht unmittelbar am Mückentürmchen halten, sondern nur auf einem unterhalb gelegenen Parkplatz, zu dem wir auf einer ebenen Asphaltstraße bergab laufen müssen.

Der Bus startet am Samstag, 12. September 2020 um 8:10 Uhr am Busbahnhof Meißen. Dabei warten wir noch die aus Richtung Dresden eintreffende S-Bahn ab. Die Kosten betragen voraussichtlich 60,- Euro pro Person und behalten die Busfahrt, das Mittagessen, den Abendimbiss, die Fahrt mit dem Sessellift sowie alle Führungen und Eintritte. Mit einer Rückkehr in Meißen ist gegen 20:00 Uhr zu rechnen.

Sie können schon jetzt Plätze reservieren: Dr. Matthias Donath, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 03521/4920796

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