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Wieder ist eine Ausgabe des Jahrbuchs „Monumenta Misnensia“ fertig. Der Doppeljahrgang 2021/22 ist der Band 15 der Zeitschrift. Seit Anbeginn – die Ausgabe 1 erschien 1998 – übernimmt der Dombau-Verein einen Teil der Finanzierung, was zugleich bedeutet, dass die Mitglieder unseres Vereins das Jahrbuch kostenfrei erhalten. Wir möchten die neue Ausgabe am Sonnabend, dem 13. August 2022 um 18.30 Uhr unseren Mitgliedern und geladenen Gästen im Kreuzgang des Meißner Doms übergeben – im Anschluss an die 10. Geistliche Abendmusik, die ein Jubiläumskonzert für Lucas Cranach beinhaltet. Das Konzert, zu dem unsere Mitglieder keinen Eintritt zahlen müssen, beginnt um 17.00 Uhr.

Meißen bereitet sich auf die 1100-Jahrfeier im Jahr 2029 vor. Unser Jahrbuch will Stadt und Umland auf dem Weg dahin begleiten – mit aktuellen Forschungen zu allen Epochen und allen Aspekten der Bau-, Stadt- und Alltagsgeschichte Meißens. Leider ist es bislang nicht gelungen, für dieses Jahrbuch eine städtische Finanzierung zu finden oder die Kosten zumindest auf breitere Schultern zu verteilen. Der Dombau-Verein Meißen e. V., der Freundeskreis Albrechtsburg Meißen e. V. und das Hochstift Meißen tragen die Kosten alleine – obwohl sie nur einen Teil der Stadtgesellschaft ausmachen und sich laut Satzung eigentlich auf Dom und Albrechtsburg, zwei wichtige Monumente nationaler und europäischer Bedeutung, konzentrieren müssen. Da es aber leider keinen Verein für Geschichte der Stadt Meißen mehr gibt, unsere Zeitschrift seit 1998 einen guten Namen hat und ein erheblicher Bedarf für ein Forum zur Meißner Stadtgeschichte besteht, haben wir uns entschieden, unsere Begrenzung auf den Meißner Burgberg aufzugeben und mit „Monumenta Misnensia“ ganz Meißen in den Blick zu nehmen.

Das wird bereits an der Themenvielfalt des vorliegenden Heftes sichtbar. Die Beiträge behandeln neue Erkenntnisse zur Baugeschichte, aber auch sozialgeschichtliche Themen wie die Herkunft der Meißner Fummel oder Forschungen zu Meißner Persönlichkeiten. Kunst und Künstler werden thematisiert. Unseren Wurzeln folgend werden das neue Dommuseum und der neugestaltete und erstmals öffentlich zugängliche Raum unter der Allerheiligenkapelle vorgestellt. Die Nachrufe erinnern an fünf verstorbene Persönlichkeiten.

Inhalt:

  • Knut Hauswald: Bennohaus und Laurentiushospital. Zu den Einflüssen von Bischof und Domkapitel auf die städtebauliche Entwicklung der Meißner Bürgerstadt
  • Thomas Bauer und Jörg Lauterbach: Die Metamorphose der Zellengewölbe im Südbau der Albrechtsburg und die hypothetische Frage einer Rezeption antiker Bauformen
  • Torsten Nimoth: Grünmonochrommalereien des 15. und 16. Jahrhunderts in Sachsen und die Befunde im Haus Freiheit 6 in Meißen
  • Matthias Donath: Ein bisher unbekanntes Bildnis von Bischof Nikolaus II. von Carlowitz
  • Matthias Donath: Meißner Bürger- und Adelsfamilien. Teil 1: Kommerstädt
  • Hartmut Ehrhardt und Tom Lauerwald: Zur Geschichte und Sanierung des Niederguts in Meißen-Obermeisa
  • Götz Bergmann: Vision der Vollendung. Zu Leben und Werk von Friedrich Wilhelm Schwechten (1795–1879)
  • Hans Sonntag: Die Meißner Fummel – ein symbolreiches „Gestaltbrot“ mit historischem Bedeutungspotenzial
  • Michael Eckardt: „So drängen Entwicklung und Geschichte […] zum Vergleich“: Der Aufsatz „Meißen und Prag“ aus der „Prager Wochenschau“ (1941) – eine Indizienkette zur Klärung der Autorschaft
  • Matthias Donath: Die Neugestaltung des Dommuseums Meißen 2018 bis 2020
  • Knut Hauswald: Ein Lapidarium für den Meißner Dom
  • Nachrufe

Wir hoffen, dass die Ausgabe 2021/22 mit ihrer inhaltlichen Vielfalt, der spannenden Aufbereitung von Forschungsergebnissen und ihren anschaulichen Grafiken dazu beiträgt, dass wir eine längerfristige Absicherung für „Monumenta Misnensia“ finden. Es wäre peinlich, wenn Meißen kurz vor dem Jubiläum das verlieren würde, was alle sächsischen Städte dieser Größe haben: eine stadtgeschichtliche Zeitschrift.

„Monumenta Misnensia“ kann über das Hochstift Meißen bezogen werden. Die aktuelle Ausgabe kostet 9,80 Euro zuzüglich Versandkosten.

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